Was ist eine Schlafparalyse?

Die Schlafparalyse ist ein seltenes, aber bekanntes Phänomen und beschreibt den Zustand, in dem wir nachts wie gelähmt aus dem Schlaf erwachen. Aber was genau passiert während einer Schlafparalyse und welche Ursachen führen dazu, dass unser Geist erwacht, aber der Körper noch schläft?

Inhaltsverzeichnis

      1. Was ist eine Schlafparalyse?
      2. Wie entsteht eine Schlafparalyse?
      3. Ursachen & Auslöser einer Schlafparalyse
      4. Ist eine Schlafparalyse gefährlich?
      5. Hilfe & Tipps
      6. Fazit

      Was ist die Schlafparalyse?

      Die Schlafparalyse ist eine seltenere Schlafstörung, auch bezeichnet als Schlafstarre oder Schlaflähmung, die meist unmittelbar nach dem Einschlafen oder kurz vor dem Aufwachen auftritt. Sie beschreibt einen lähmungsähnlichen Zustand, der mit einem zeitweisen Verlust der Muskelkontrolle einhergeht. Betroffene erwachen dann plötzlich aus dem Schlaf, sind aber trotz des vollen Bewusstseins für kurze Zeit nicht in der Lage, die Muskulatur zu kontrollieren und sich zu bewegen, zu sprechen oder anderweitig zu reagieren. Die unangenehme Bewegungsunfähigkeit wird zudem häufig durch visuelle und auditive Halluzinationen sowie Gefühlen von Angst oder Atemnot begleitet. Eine Schlafparalyse kann von wenigen Sekunden bis zu einigen Minuten andauern und ist in der Regel ein zwar unangenehmes, aber ungefährliches Phänomen. Bis zu 30% der Menschen haben es Umfragen zufolge schon einmal erlebt, nachts aus dem Schlaf zu schrecken und unter albtraumartigen Halluzinationen hellwach, aber starr im Bett zu liegen.

      Wie entsteht eine Schlafparalyse?

      Bei einer Schlafparalyse wird der Übergang zwischen Schlaf und Wachsein gestört, was besonders leicht gegen Ende eines Schlafzyklus geschieht. Unser Gehirn ist während der dann ablaufenden REM-Schlafphasen besonders aktiv – wir träumen und verarbeiten wichtige Informationen und Erlebnisse. Um uns vor unkontrollierten Bewegungen und Verletzungen während des lebhaften Träumens zu schützen, blockiert unser Gehirn in dieser Zeit die Übertragung von Muskelbefehlen und versetzt unseren Körper in eine vorübergehende „Starre“. Die Schlaflähmung selbst ist also eigentlich ein harmloser und natürlicher Schutzmechanismus unseres Körpers, der jede Nacht für eine bestimmte Zeit eintritt und in der Regel unbemerkt bleibt.

      smartsleep Schlafmagazin: Schlafphasen und Wachphasen im Verlauf eines Schlafzyklus

      Erleben wir aber eine Schlafparalyse, erwachen wir im Übergang zwischen Traumschlaf und Wachzustand genau dann, wenn sich unser Körper eigentlich noch im Schlaf und das Gehirn noch im Träumen befindet. So nehmen wir in diesem Mischzustand aus Wachsein und REM-Schlaf die ungewohnte Bewegungsunfähigkeit bewusst wahr und erleben traumähnliche Halluzinationen. Dann können wir nichts weiter tun, als abzuwarten bis wir ganz aus dem Schlaf erwachen und uns wieder bewegen können.

      Ursachen & Auslöser einer Schlafparalyse

      Was genau dazu führen kann, dass wir zu einem falschen bzw. ungeeigneten Zeitpunkt aus der natürlichen Schlafstruktur gerissen werden und erwachen, ist noch nicht bekannt. Forscher vermuten jedoch, dass einige Faktoren das Auftreten einer Schlafparalyse begünstigen können. Dazu zählen unter Anderem die auch als „Schlafkrankheit“ bezeichnete Narkolepsie, Stress, ein gestörter oder unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus, psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen oder sogar das Schlafen in Rückenlage.

      Ist eine Schlafparalyse gefährlich?

      Keine Sorge! Auch wenn es sich extrem unangenehm und beängstigend anfühlt, ist das einmalige Auftreten einer Schlafparalyse in der Regel ungefährlich. Die Lähmung der Muskulatur erfolgt auf natürliche Weise und vergeht schnell wieder, wenn wir ganz aufwachen oder wieder einschlafen. Und auch die häufig beschriebene Atemnot, Druckgefühle oder Herzklopfen sollten dir keine Angst bereiten, denn auch die Atmung und der Herzschlag werden weiterhin automatisch reguliert.

      Wenn es häufiger zu einem solchen Erlebnis kommt oder etwa ernsthafte Erkrankungen bestehen, solltest du allerdings der genauen Ursache auf den Grund gehen. Denn eine gestörte Schlafstruktur und häufiges Erwachen verhindern auch eine ausreichende Regeneration in der Nacht und schaden langfristig der Gesundheit und der Qualität unseres Schlafs.

      Hilfe & Tipps gegen die Schlafparalyse

      smartsleep Schlafmagazin: Das passiert bei einer Schlafparalyse

      Mit beängstigenden Traumbildern, Herzklopfen oder Atemnot aufzuwachen und sich nicht bewegen zu können lässt bei den meisten Menschen schnell Angst oder Panik aufkommen. Während einer Schlafparalyse sind wir auch nicht in der Lage, um Hilfe zu rufen oder auf uns aufmerksam zu machen, was sehr beängstigend und unangenehm sein kann. Wie sollen wir uns also verhalten, wenn wir nachts wie gelähmt erwachen und was können wir bereits vorbeugend tun, damit wir gar nicht erst in die grausige Situation einer Schlafparalyse kommen?

      Während der Schlafparalyse: Ruhe bewahren

      Das Wichtigste während des Erlebens einer Schlafparalyse ist, Ruhe zu bewahren und zu verstehen, warum der Körper in im Moment nicht so reagiert, wie gewohnt. Versuche am besten, dich auf eine ruhige Atmung zu fokussieren und daran zu denken, dass du dich in einem natürlichen Körperzustand befindest und dich in wenigen Momenten wieder frei bewegen kannst.

      Vorbeugend: Gute Schlafhygiene & geregelter Schlafrhythmus

      Damit dein Schlaf optimal ablaufen und der Wechsel zwischen den wichtigen Schlafphasen nicht gestört wird, solltest du neben einer gesunden Schlafhygiene natürlich vor allem auf einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus und insgesamt ausreichend viel Schlaf achten. Tipps hierzu findest du unter anderem hier im Schlafmagazin. Versuche gezielt, Stress zu reduzieren und besonders am Abend auch auf Koffein und Alkohol zu verzichten. Wissenschaftlern zufolge kann es außerdem helfen, die Rückenlage zu meiden und falls möglich eher auf der Seite oder dem Bauch zu schlafen.

      Fazit

      • Die Schlafparalyse ist eine Schlafstörung, bei der Betroffene aus dem Schlaf erwachen und einen lähmungsähnlichen Zustand mit traumähnliche Halluzinationen erfahren.
      • Bei einer Schlafparalyse wird der Übergang zwischen REM-Schlaf (Traumschlaf) und Wachsein gestört.
      • Mögliche Ursachen einer Schlafparalyse sind ein unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus, Stress, psychische Störungen oder Schlafstörungen wie Narkolepsie.
      • Eine gute Schlafhygiene und ein geregelter Schlafrhythmus helfen, Schlafparalysen vorzubeugen und einen gesunden Schlaf zu fördern.

      Liebe Grüße und bis bald!

       

       

      Hinterlasse einen Kommentar

      Alle Kommentare werden vor ihrer Veröffentlichung geprüft