Welche Schlafposition ist die beste?

Welche Schlafposition ist die beste?

Schon gewusst? Bei einer durchschnittlichen Schlafdauer von 8 Stunden pro Nacht verbringen wir ca. 3-4 Monate pro Jahr in unserer liebsten Schlafposition. Schlafen wir auf unpassenden Kissen oder in unnatürlicher Lage, stehen Verspannungen am nächsten Tag auf der Tagesordnung. Aber welche Schlafposition ist wirklich die beste? Mehr dazu erfährst du hier.

 

Inhaltsverzeichnis
      1. Überblick: Die optimale Schlafposition
      2. Die Rückenlage - die beste Schlafposition
      3. Die Seitenlage - gut für Rücken und Magen
      4. Die Bauchlage - schlecht für die Gelenke
      5. Wie man sich bettet, so liegt man
      6. Fazit

        Überblick: Die optimale Schlafposition

        Die Schlafposition sollte eher Einschlafposition heißen, denn im Laufe der Nacht drehen wir uns viele Male in verschiedene Positionen. Das ist wichtig, da sich ein allzu langes Verharren in einer bestimmten Stellung negativ auf unseren Rücken und Nacken auswirken kann. Studien fanden heraus, dass praktisch jeder Mensch, der einmal seine bevorzugte Schlafhaltung gewählt hat, diese auch immer einnimmt. Also egal, wie oft wir uns in der Nacht drehen und wenden – wir kehren immer wieder in diese Lieblingsposition zurück.

        Nur 5 % der Menschen wechseln sie von Nacht zu Nacht. Natürlich entscheiden wir nach persönlichem Empfinden selbst, wie bequem wir in Bauch-, Rücken- oder Seitenlage liegen. Aber welche Schlafposition gilt aus Expertensicht eigentlich als die gesündeste für unseren Körper?

        #1 Die Rückenlage - die beste Schlafposition

        Die Rückenlage gilt als die Beste unter den Schlafpositionen. In dieser Lage schlafen aber nur etwa 7 % aller Menschen. Wenn ihr auf dem Rücken liegt, befinden sich Kopf, Nacken und Wirbelsäule in einer neutralen Position, in der eine gleichmäßige Druckverteilung herrscht. Da das Gesicht nicht gegen ein Kissen gedrückt wird, kann diese Art des Schlafens auch am besten zur Verhinderung von Gesichtsfalten beitragen.

        Einen Nachteil hat das Schlafen auf dem Rücken aber dennoch: Schnarchgefahr! Laut einer Studie, die in den New York Times zitiert wurde, sind ganze 54 % der Schnarchenden so genannte "positionelle Schnarcher“. Das heißt, sie schnarchen nur während sie im Schlaf auf dem Rücken liegen. Ein Wechsel in die Seitenlage ist dann ein einfacher Trick, um das Schnarchen zu verhindern.Schlafen in Rückenlage

        Tipp: Das richtige Schlafequipment beachten. Ein dünnes, weiches Kopfkissen reicht völlig aus, um die optimale Schlafhaltung zu stützen.

         #2 Die Seitenlage - gut für Rücken und Magen

        Ca. 68 % der Menschen schlafen in der Seitenlage, wobei 38 % die rechte Seite und 30 % die linke Seite bevorzugen. In der Seitenlage schnarchen wir weniger und die Wirbelsäule befindet sich in einer neutralen Position, sodass Nacken- und Rückenschmerzen vermieden werden, da der Rücken entlastet wird. Das Schlafen auf der linken Seite kann sich ebenfalls positiv auf Magenverstimmungen auswirken, da die Verdauung gefördert und der Rückfluss der Magensäure aus der Speiseröhre begünstigt wird. Trotzdem ist auch diese Schlafposition nicht ganz optimal, denn das seitliche Aufliegen auf dem Kissen drückt die Haut in Gesicht und Dekolleté stark zusammen und verstärkt somit die Faltenbildung.

        Seitenschläfer-Lage

        Tipp: Am besten geeignet für Seitenschläfer sind weiche (Seiden-)Kopfkissen, die das Schulter-Hals-Dreieck ausfüllen und die Haut schonen sowie eine gute Matratze, die sich Schultern und Hüfte anpassen kann.

         #3 Die Bauchlage - gewöhnungsbedürftig für Gelenke

        Das Schlafen auf dem Bauch wird von ca. 17 % der Menschen bevorzugt. Tatsächlich wirkt diese Haltung sehr gut gegen Atemprobleme und entlastet die Lendenwirbelsäule. Die natürliche Form der Wirbelsäule wird aber blockiert und das seitliche Ablegen des Kopfes übt starken Druck auf die Nackenwirbel und Kiefergelenke aus. Hinzu kommt auch hier die Begünstigung der Faltenbildung durch das seitliche Aufliegen des Gesichts.Schlafen in Bauchlage

        Tipp: Kein oder nur ein dünnes Kopfkissen verwenden, um die Nacken- und Schulterpartie nicht zu überstrecken.

        Wie man sich bettet, so liegt man

        Welche Schlaf- bzw. Einschlafposition ihr bevorzugt, kommt letztendlich natürlich trotzdem ganz individuell auf euch und euren Körper an. Mit diesem Überblick über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Liegepositionen und unseren kleinen Tipps ist es aber ganz einfach, die eigene Schlafposition zu optimieren.

         Fazit

        • Schlafen auf dem Rücken verhindert Nacken- und Rückenschmerzen, minimiert das Faltenrisiko aber fördert das Schnarchen.
        • Die Seitenlage kann besonders für den Rücken und bei Magenproblemen für eine angenehme Nacht sorgen, begünstigt aber die Faltenbildung.
        • Das Schlafen auf dem Bauch kann schnell zu Verspannungen und Faltenbildung führen.

         

        Liebe Grüße und bis bald!